Und vorgestern ist mir dann aufgefallen, wieso ich so lange gebraucht hatte: es war ein gottverdammtes 50 Meter-Becken!! 20 Längen hätten gereicht!!! Ich Tubel war so vertieft gewesen in das Atmen und Ausweichen und Zählen, das ich nicht überlegt hatte. Ich bin sogar zu blöd für’s Schwimmen!
Das fand ich dann doch ziemlich schlimm. Weil, ich möchte nicht blöd sein. Und eigentlich glaube ich auch nicht, dass ich vollständig blöd bin, immerhin habe ich gestern sogar im Futur 2 geredet, völlig intuitiv und dabei noch richtig, und das kann doch nicht jeder. Es war mir auch sogleich aufgefallen, dass ich diese rare Zeitform verwendet hatte und ich wusste (aus freudiger Überraschung) nichts besseres, als gleich laut zu sagen: „Das war Futur zwei!“, worauf mich mein Gegenüber ein wenig verwirrt ansah. Das kann ich ihr auch nicht übel nehmen, immerhin waren wir eigentlich in einer Diskussion über’s Heiraten und tolle alte Eheleute vertieft (ich sagte, bezüglich eines gemeinsamen Bekannten, der immer sehr sehr toll mit seiner Frau umgeht, mit der er seit ca. 30 Jahren verheiratet ist: „Ich will, dass ich genau so einem Mann geheiratet haben werde, wenn ich alt bin!“), und dann kommt dieser Grammatikscheiss von mir – ja, sie darf komisch kucken. Und übrigens: nein, es ist kein aufgesetztes Intellektgetue, dass ich den Satz genau so formuliert habe, nämlich hätte „Ich hoffe, dass ich mit genau so einem Mann verheiratet sein werde, wenn ich alt bin!“ (herkömmliches, alltägliches Futur 1) etwas daneben gezielt; wir sprachen nämlich von der Hochzeit und erst in zweiter Linie vom Ehedasein, ich wollte also bewusst betonen, dass es noch auf den ursprünglichen Event des Heiratens zurückzufürhen sein sollte, und nicht nur auf den dann herrschenden Zustand.
Und manchmal, da frage ich mich, ob blöd sein nicht doch besser wäre.
Oder müsste es heissen: einzusehen, dass man blöd ist?
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